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R.Wittsiepe



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Entwicklungstendenzen im Markt für Steuerberatung

Diskussionsbeitrag von Gerd Merz, Rödental.

Meine Frau ist Steuerberaterin mit eigener Kanzlei und legte mir Ihren Artikel auf den Tisch. Nach den ersten Sätzen habe ich ihn geradezu verschlungen, nochmals gelesen, kopiert und per Fax an berufsständische "Gesinnungsgenossen" versendet.

Ihren Artikel betrachte ich, - ohne Pathos und Schmeichelei - als den, die Problematik treffendsten und wichtigsten, der seit langem geschrieben und tatsächlich auch veröffentlicht wurde.

Ich hoffe und wünsche im Interesse des Berufsstandes, daß er gerade auch dort objektiv gelesen, vorurteilsfrei verstanden, konstruktiv umgesetzt wird und innovative Konsequenzen auslöst, wo die berufsständischen Entscheidungsträger sitzen. Erfahrungen aus zwanzig Jahre Seminarleiter- und Beratertätigkeit in dieser Branche dämpfen allerdings meine Erwartungen.

Sollte Ihnen einmal mein Buch "Optimales Marketing für Steuerberater" in die Hände gefallen sein, dann werden Sie festgestellt haben, daß ich von externer Beobachterseite die PR-Rolle der StBK kritisch bewürdigt habe. Aber Propheten im eigenen Lande scheinen - da Querdenker - schon suspekt genug zu sein, da hört man sich natürlich noch weniger das an, was ein standesfremder Exot zu verlautbaren hat. Im Gegenteil, wenn die StBK Themen totschweigt, so setzen Länderkammern fachlich unantastbare, aber unbequeme Referenten auf den Index.

Schlimm genug, daß zu einem vielfältigen und kritischen Meinungsspektrum immer noch ein gestörtes Verhältnis zu bestehen scheint; schlimmer, daß die "schweigende", zwangsverkammerte Mehrheit sich das scheinbar gefallen läßt.

Mit besten Grüßen

Gerd J.Merz

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